Was Rindenmulch und Kies kosten
Am günstigsten ist Rindenmulch lose vom Kompostwerk. Die RSAG im Rhein-Sieg-Kreis verlangt 2026 für groben Rindenmulch 45 Euro je Kubikmeter, das Kompostwerk Lemgo 55 Euro. Im Baumarkt kostet ein Sack mit 60 Litern 4,89 Euro, das sind rund 81,50 Euro je Kubikmeter. Kies mit 8 bis 16 Millimeter Körnung kostet bei Hornbach im Big Bag mit einem halben Kubikmeter 84 Euro, also 168 Euro je Kubikmeter.
Für eine 7 Zentimeter dicke Schicht brauchen Sie 70 Liter je Quadratmeter. Loser Rindenmulch kostet dann 3,15 bis 3,85 Euro je Quadratmeter, Rinde aus dem Sack 5,71 Euro und Kies 11,76 Euro.
| Material | Preis | Je m² bei 7 cm |
|---|---|---|
| Rindenmulch lose, RSAG | 45 Euro je m³ | 3,15 Euro |
| Rindenmulch lose, Kompostwerk Lemgo | 55 Euro je m³ | 3,85 Euro |
| Rindenmulch im 60-Liter-Sack, Hornbach | 4,89 Euro je Sack | 5,71 Euro |
| Kies 8 bis 16 mm im Big Bag, Hornbach | 84 Euro je 0,5 m³ | 11,76 Euro |
Beim Kies kommt die Lieferung dazu, bei Hornbach 129 Euro für den Big Bag. Dafür hält Kies viele Jahre, während Rindenmulch verrottet und alle paar Jahre ergänzt werden muss.
Wo Rindenmulch passt
Rindenmulch ist zerkleinerte Baumrinde. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz nennt ihn unproblematisch unter Sträuchern, auf Baumscheiben und auf Gartenwegen. Unter Sträuchern reichen 5 bis 7 Zentimeter, ein Weg braucht etwa 10 Zentimeter.
- Gut geeignet: unter Sträuchern und Hecken, auf Baumscheiben, auf Wegen und unter Spielgeräten.
- Möglich: in alten Staudenbeeten mit großen Stauden.
- Nicht geeignet: bei frisch gepflanzten Stauden und Bodendeckern sowie bei Pflanzen, die kalkhaltigen Boden lieben.
Wenn Rinde verrottet, bindet sie anfangs Stickstoff aus dem Boden. Bei Stauden und anderen Pflanzen mit flachen Wurzeln rät die Gartenakademie deshalb, vorher 40 bis 80 Gramm Hornspäne je Quadratmeter zu streuen. Für Schattenbeete empfiehlt die Bayerische Landesanstalt eher Rindenhumus oder Rindenkompost mit wenig Nährstoffen.
Wo Kies oder Splitt passt
Für sonnige, trockene Staudenbeete empfiehlt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau mineralischen Mulch. Am besten bewährt hat sich in Versuchen eine mindestens 5, besser 7 Zentimeter dicke Schicht aus Kies oder Splitt mit 8 bis 16 Millimetern Körnung. Auch Lava, Ziegelsplitt oder Recyclingmaterial eignen sich.
Kies verrottet nicht und muss deshalb nicht wie Rinde alle paar Jahre ergänzt werden. Im Beet für Silbersommer, eine bekannte Staudenmischung für sonnige Lagen, sind organische Mulchstoffe nach dem Bund deutscher Staudengärtner sogar ungeeignet. Bei großen Flächen kommt der Kies vor dem Pflanzen auf das Beet, bei kleinen danach zwischen die Pflanzen.
Wie Sie ein solches Beet mit den passenden Stauden anlegen, steht im Ratgeber pflegeleichte Bepflanzung.
Wann Kies zum verbotenen Schottergarten wird
Ein Kiesbeet mit Pflanzen ist erlaubt, eine Fläche nur aus Steinen oft nicht. In Baden-Württemberg und Hessen sind Schotterungen privater Gärten nach dem Naturschutzrecht grundsätzlich unzulässig. Die Bauordnungen von Bayern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt verlangen, dass Flächen ohne Gebäude Wasser aufnehmen und begrünt oder bepflanzt werden, soweit sie nicht anders zulässig genutzt werden.
Wo die Grenze liegt, hat das Umweltministerium Baden-Württemberg mit dem Verband der Landschaftsgärtner festgelegt. Kein verbotener Schottergarten ist danach eine Mulchschicht aus Kies oder Splitt, wenn diese Bedingungen zusammen erfüllt sind:
- Die Körnung ist höchstens 16 Millimeter, bei besonderen Pflanzungen bis 32 Millimeter.
- Unter dem Kies liegt keine dichte oder wurzelfeste Folie.
- Die Pflanzen prägen die Fläche und bedecken mindestens 70 Prozent des Bodens.
Fragen Sie im Zweifel bei der Gemeinde nach. Auch ein Bebauungsplan kann eigene Regeln für Vorgärten enthalten.
So bringen Sie den Mulch richtig aus
- Den Boden vorher von Unkraut befreien, vor allem von Wurzelunkräutern.
- Bei Rindenmulch auf flach wurzelnde Pflanzen vorher Hornspäne streuen.
- Stauden im Kiesbeet so setzen, dass der Topfballen 2 bis 3 Zentimeter herausragt. Danach mindestens 2 Zentimeter Kies darüber geben.
- Die volle Schicht ausbringen: 5 bis 7 Zentimeter unter Sträuchern und im Kiesbeet, etwa 10 Zentimeter auf Wegen.
- Rindenmulch alle paar Jahre mit einer neuen Lage ergänzen.
Für ein Beet mit 20 Quadratmetern und 7 Zentimetern Schicht brauchen Sie 1,4 Kubikmeter Material. Beim Kies sind das fast drei Big Bags mit je einem halben Kubikmeter und rund 775 Kilogramm. Soll ein Betrieb das Beet anlegen und mulchen, helfen die Preise bei den Kosten der Gartenpflege für eine erste Einschätzung.
Häufige Fragen
Was ist besser im Beet, Rindenmulch oder Kies?
Rindenmulch passt besser unter Sträucher, Hecken und auf Baumscheiben. Kies oder Splitt passt besser in sonnige, trockene Staudenbeete. Für frisch gepflanzte Stauden und Pflanzen, die kalkhaltigen Boden lieben, ist Rindenmulch nicht geeignet.
Wie dick muss Rindenmulch sein?
Rindenmulch muss unter Sträuchern und auf Baumscheiben 5 bis 7 Zentimeter dick sein, auf Wegen etwa 10 Zentimeter. Eine dünnere Schicht unterdrückt kein Unkraut. Weil Rinde verrottet, braucht sie alle paar Jahre eine neue Lage.
Was kostet Rindenmulch pro Kubikmeter?
Rindenmulch kostet lose beim Kompostwerk 45 bis 55 Euro je Kubikmeter, etwa bei der RSAG im Rhein-Sieg-Kreis oder im Kompostwerk Lemgo. Im Baumarkt kostet der 60-Liter-Sack 4,89 Euro, das sind rund 81,50 Euro je Kubikmeter.
Ist ein Kiesbeet ein verbotener Schottergarten?
Ein Kiesbeet ist kein verbotener Schottergarten, wenn die Pflanzen die Fläche prägen. In Baden-Württemberg gilt das bei Kies bis 16 Millimeter ohne dichte Folie darunter und mindestens 70 Prozent Pflanzendecke. Reine Steinflächen sind dort und in Hessen grundsätzlich unzulässig.
Braucht man Vlies unter Kies im Beet?
Unter Kies im Staudenbeet gehört keine dichte oder wurzelfeste Folie. In Baden-Württemberg macht genau so eine Trennlage aus einem Kiesbeet einen verbotenen Schottergarten. Entfernen Sie Wurzelunkräuter lieber vor dem Mulchen gründlich.
