Was eine Staudenmischung pflegeleicht macht
Stauden sind Pflanzen, die viele Jahre leben und meist im Winter über der Erde absterben. In einer Staudenmischung stehen 15 bis 20 Arten, die zusammen über das Jahr blühen und den Boden bedecken. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat solche Mischungen drei bis fünf Jahre an mehreren Orten getestet.
Jede Mischung passt zu einem Standort, etwa zu einer trockenen, sonnigen Fläche, zu frischem Boden oder zum Schatten unter Bäumen. Sie wird ohne genauen Plan gepflanzt. Die Stauden werden zufällig mit gleichem Abstand verteilt. Bekannte Mischungen heißen Silbersommer für sonnige, trockene Beete oder Schattenzauber für den Schatten.
Der Pflegeaufwand ist klein. Für ein Schattenbeet nennt der Bund deutscher Staudengärtner 2 bis 4 Minuten je Quadratmeter und Jahr, für Silbersommer 5 bis 10 Minuten, jeweils ohne Wege. Ein sonniges Beet mit 20 Quadratmetern macht damit 100 bis 200 Minuten Arbeit im Jahr. Im ersten Jahr ist es etwas mehr.
Wie viele Stauden Sie je Quadratmeter setzen
In der Regel genügen nach der Landesanstalt 7 bis 9 Stauden je Quadratmeter. In trockenen Gegenden und auf Boden, der wenig Wasser hält, pflanzen Sie dichter, in regenreichen Gegenden weiter. Für Silbersommer nennt der Staudengärtner-Verband 5 bis 8 Stauden, im trockenen Klima 8 bis 12.
| Mischung | Standort | Stauden je m² | Blumenzwiebeln je m² | Pflege je m² und Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Silbersommer | sonnig, trocken, durchlässig | 5 bis 8, im Trockenklima 8 bis 12 | keine Angabe | 5 bis 10 Minuten |
| Schattenzauber | halbschattig bis schattig, frisch | 6 | 16 | 2 bis 4 Minuten |
Blumenzwiebeln füllen die Zeit im Frühjahr, bevor die Stauden austreiben. Die Landesanstalt empfiehlt 20 bis 50 Zwiebeln je Quadratmeter. Gepflanzt wird nach dem Staudengärtner-Verband am besten von März bis Ende Mai oder von Ende August bis Mitte Oktober.
Mulchen spart die meiste Arbeit
Mulch ist eine Schicht auf dem Boden, die Unkraut unterdrückt und Feuchte hält. Die Landesanstalt rät, gleich nach dem Pflanzen zu mulchen, denn im ersten Jahr spart Mulch am meisten Arbeit. Welches Material passt, hängt vom Standort ab.
- Trockene, sonnige Beete: mindestens 5, besser 7 Zentimeter Kies oder Splitt mit 8 bis 16 Millimeter Körnung.
- Schatten und frischer Boden: Rindenhumus oder Rindenkompost mit wenig Nährstoffen.
- Rindenmulch aus Nadelholz nur mit zusätzlichem Stickstoff, nach dem Staudengärtner-Verband 70 Gramm je Quadratmeter.
- Frisches Holzhäcksel eignet sich nicht.
Im Silbersommer-Beet sind organische Stoffe wie Rindenmulch, Rasenschnitt oder Kompost ungeeignet. Den Vergleich der Materialien mit Kosten finden Sie unter Rindenmulch oder Kies im Beet.
Die Pflege im Jahresverlauf
Viel ist nicht zu tun. Wichtig ist, oft und kurz zu jäten. Unkraut wird gezogen oder ausgestochen, nicht gehackt. Hacken stört die Stauden, verletzt die Mulchschicht und lässt neues Unkraut keimen.
- Ende des Winters alles auf 5 bis 10 Zentimeter zurückschneiden, bevor die Blumenzwiebeln austreiben. In milden Wintern kann das schon im Januar sein.
- Das Schnittgut abräumen.
- In den ersten ein bis zwei Jahren bei langer Trockenheit kräftig gießen.
- Nur düngen, wenn die Pflanzen Mangel zeigen.
Ein Rückschnitt einzelner Pflanzen nach der Blüte ist nicht nötig. Die Mischungen sind so aufgebaut, dass Verblühtes hinter neuen Blüten verschwindet. Wer auch das nicht selbst machen will, findet Stundensätze für Beetpflege bei den Kosten der Gartenpflege.
Warum Schotter nicht pflegeleicht ist
Viele legen Schotterflächen an, weil sie wenig Arbeit erwarten. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima in Nordrhein-Westfalen beschreibt, was dann passiert. Die Steine werden mit der Zeit grün von Algen und Moos. Zwischen ihnen sammeln sich Laub und Pflanzenreste, in denen Unkraut keimt. Die wenigen Pflanzen müssen trotzdem gegossen werden, und im Sommer staut sich die Hitze vor dem Haus.
Pflegeleichter sind heimische Stauden, die zum Standort passen. Für einen sonnigen Vorgarten nennt das Landesamt Sonnenauge und Kugelblume, als Bodendecker gegen Unkraut Wiesenflockenblume und Ehrenpreis. In Baden-Württemberg und Hessen sind Schotterungen in privaten Gärten nach dem Naturschutzrecht grundsätzlich unzulässig.
Häufige Fragen
Welche Bepflanzung ist am pflegeleichtesten?
Am pflegeleichtesten sind Staudenmischungen, die zum Standort passen. Ein Schattenbeet braucht nach dem Bund deutscher Staudengärtner 2 bis 4 Minuten Pflege je Quadratmeter und Jahr, ein sonniges Kiesbeet 5 bis 10 Minuten. Eine Mulchschicht senkt die Arbeit weiter.
Wie viele Stauden pflanzt man pro Quadratmeter?
Pro Quadratmeter pflanzt man in der Regel 7 bis 9 Stauden, so die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. In trockenen Gegenden pflanzen Sie dichter, in regenreichen weiter. Dazu kommen 20 bis 50 Blumenzwiebeln.
Wann ist die beste Pflanzzeit für Stauden?
Die beste Pflanzzeit für Stauden ist von März bis Ende Mai oder von Ende August bis Mitte Oktober. Im ersten Jahr müssen Sie bei langer Trockenheit kräftig gießen.
Welcher Mulch passt in ein Staudenbeet?
In sonnige, trockene Staudenbeete passt Kies oder Splitt mit 8 bis 16 Millimeter Körnung, 5 bis 7 Zentimeter dick. Im Schatten eignen sich Rindenhumus oder Rindenkompost. Frisches Holzhäcksel ist ungeeignet.
Ist ein Schottergarten pflegeleicht?
Nein, ein Schottergarten ist auf Dauer nicht pflegeleicht. Die Steine setzen Algen und Moos an, zwischen ihnen sammelt sich Laub, in dem Unkraut keimt. In Baden-Württemberg und Hessen sind sie zudem grundsätzlich unzulässig.
