Ein Gartenplan vom Fachbetrieb kostet 400 bis 2.000 Euro
Auch Betriebe für Garten- und Landschaftsbau bieten Planungen an. Nach Angaben des Vergleichsportals Aroundhome verlangt ein Fachbetrieb 400 bis 1.000 Euro für eine grobe Gartenplanung. Eine genaue Planung mit allen Pflanzen kostet etwa weitere 1.000 Euro. Manche Betriebe rechnen nach Stunden ab, andere pauschal oder beides zusammen. Das Portal MyHammer nennt für eine professionelle Gartenplanung 400 bis 1.000 Euro.
Eine grobe Planung zeigt, wo Terrasse, Wege, Rasen und Beete liegen. Die genaue Planung legt zusätzlich fest, welche Pflanzen wohin kommen und wie viele davon. Für einen ganzen Garten mit 300 Quadratmetern ist der Plan nur ein kleiner Teil der Kosten einer Gartengestaltung, die Aroundhome mit 9.000 bis 30.000 Euro angibt.
Gartenplaner und Landschaftsarchitekt sind nicht dasselbe
Landschaftsarchitekt darf sich in Deutschland nur nennen, wer in die Architektenliste der Architektenkammer seines Bundeslandes eingetragen ist. Dafür braucht es nach Angaben der Bundesarchitektenkammer in der Regel ein Masterstudium und danach praktische Erfahrung im Beruf.
Die Bezeichnung Gartenplaner ist dagegen nicht geschützt. Die Architektenkammer Baden-Württemberg zählt nur Architekt, Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner zu den geschützten Titeln. Hinter einem Gartenplaner kann also ein Landschaftsgärtnermeister stehen, eine studierte Gartengestalterin oder jemand ohne Ausbildung. Fragen Sie deshalb nach dem Abschluss und nach Gärten, die der Planer schon entworfen hat.
So rechnet ein Landschaftsarchitekt nach den Baukosten
Landschaftsarchitekten orientieren sich an der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, kurz HOAI. Sie berechnet das Honorar aus den Baukosten des Gartens und aus fünf Stufen, je nachdem wie schwierig die Aufgabe ist. Die Beträge sind seit 2021 nur noch Orientierungswerte, Sie können das Honorar frei verhandeln.
Die Arbeit des Planers ist in neun Schritte geteilt, von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Betreuung nach dem Bau. Der Entwurf, also die ersten drei Schritte, macht 29 Prozent des Honorars aus. Die Überwachung der Bauarbeiten ist mit 30 Prozent der größte einzelne Posten.
Für einen Garten mit 20.000 Euro Baukosten nennt die Honorarordnung 3.643 bis 8.108 Euro für alle neun Schritte, ohne Mehrwertsteuer. Davon entfallen rechnerisch 1.056 bis 2.351 Euro auf den Entwurf.
| Baukosten des Gartens | Honorar für alle Leistungen | davon Entwurf |
|---|---|---|
| 20.000 Euro | 3.643 bis 8.108 Euro | 1.056 bis 2.351 Euro |
| 25.000 Euro | 4.406 bis 9.807 Euro | 1.278 bis 2.844 Euro |
| 30.000 Euro | 5.147 bis 11.456 Euro | 1.493 bis 3.322 Euro |
Unter 20.000 Euro Baukosten enthält die Tafel keine Werte, dort vereinbaren Sie das Honorar ohnehin frei. Halten Sie die Vereinbarung in Textform fest, also schriftlich oder per E-Mail. Fehlt sie, gilt der unterste Satz der Tafel. Der Planer muss Sie außerdem vorher darauf hinweisen, dass auch ein höheres oder niedrigeres Honorar möglich ist.
Wann sich ein Gartenplaner für den Hausgarten lohnt
Ein eigener Entwurf kostet zusätzlich Geld. Er zahlt sich vor allem in diesen vier Fällen aus:
- Sie wollen Angebote mehrerer Betriebe vergleichen. Mit einem Plan und einer Liste aller Arbeiten rechnen alle Betriebe dasselbe, und Sie vergleichen Preis mit Preis.
- Ihr Garten hat einen Hang, eine Mauer, einen Teich oder viel Pflaster. Fehler bei Höhen und Gefälle lassen sich nach dem Bau oft nur durch Rückbau beheben.
- Sie bauen in Etappen über mehrere Jahre. Ein Gesamtplan sorgt dafür, dass jeder Abschnitt zum nächsten passt.
- Sie wollen, dass jemand die Bauarbeiten für Sie überwacht und die Abnahme begleitet. Diese Überwachung bietet ein Landschaftsarchitekt als eigene Leistung an.
Bei einem kleinen, ebenen Garten mit Rasen, einigen Beeten und einer Terrasse kann die Planung des ausführenden Betriebs genügen.
Ein Kostenvoranschlag ist kostenlos, ein Gartenentwurf nicht
Einen Kostenvoranschlag müssen Sie nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch im Zweifel nicht bezahlen. Geld darf der Betrieb dafür nur verlangen, wenn er das vorher ausdrücklich mit Ihnen vereinbart hat. Ein ausgearbeiteter Gartenentwurf ist dagegen eine eigene Arbeit, die Sie bezahlen, wenn Sie ihn bestellen.
Klären Sie deshalb vor dem ersten Termin, ob der Betrieb für den Plan Geld verlangt und ob er den Betrag mit dem späteren Bauauftrag verrechnet. Klären Sie auch, ob Sie den bezahlten Plan anderen Betrieben für ein Angebot geben dürfen. Halten Sie beide Antworten schriftlich fest.
Das Planerhonorar zählt nicht für die Steuer
Das Honorar eines Architekten können Sie nicht als Handwerkerleistung von der Steuer absetzen. So steht es in der Liste des Bundesfinanzministeriums zu den begünstigten Arbeiten. Die Arbeitskosten der Betriebe, die den Garten danach bauen, zählen dagegen mit 20 Prozent, höchstens 1.200 Euro im Jahr, wenn Sie Gartenarbeiten steuerlich absetzen. Ab 2027 sollen es nach einem Gesetzentwurf der Bundesregierung nur noch 15 Prozent und höchstens 900 Euro sein.
Häufige Fragen
Was kostet eine Gartenplanung beim Landschaftsgärtner?
Eine Gartenplanung beim Landschaftsgärtner kostet nach Angaben des Portals Aroundhome 400 bis 1.000 Euro für eine grobe Planung. Eine genaue Planung mit allen Pflanzen kostet etwa weitere 1.000 Euro. Fragen Sie vorher, ob der Betrieb den Betrag mit dem Bauauftrag verrechnet.
Was kostet ein Landschaftsarchitekt für einen Hausgarten?
Ein Landschaftsarchitekt kostet für einen Hausgarten mit 20.000 Euro Baukosten 3.643 bis 8.108 Euro ohne Mehrwertsteuer, wenn er alle Leistungen übernimmt. So steht es in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Der Entwurf allein macht 29 Prozent davon aus, also 1.056 bis 2.351 Euro.
Darf sich jeder Gartenplaner nennen?
Ja, die Bezeichnung Gartenplaner ist nicht geschützt, jeder darf sie führen. Geschützt ist dagegen der Titel Landschaftsarchitekt. Ihn darf nur führen, wer in die Architektenliste der Architektenkammer eines Bundeslandes eingetragen ist.
Muss ich einen Kostenvoranschlag für die Gartengestaltung bezahlen?
Nein, einen Kostenvoranschlag für die Gartengestaltung müssen Sie im Zweifel nicht bezahlen. Geld darf der Betrieb dafür nur verlangen, wenn Sie das vorher ausdrücklich vereinbart haben. Ein ausgearbeiteter Gartenentwurf ist dagegen eine eigene Leistung und kostet Geld.
Kann ich das Honorar eines Landschaftsarchitekten von der Steuer absetzen?
Nein, das Honorar eines Landschaftsarchitekten erkennt das Finanzamt nicht als Handwerkerleistung an. Absetzbar sind nur die Arbeitskosten der Betriebe, die den Garten bauen. Davon ziehen Sie 20 Prozent ab, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Ab 2027 sollen es nach einem Gesetzentwurf der Bundesregierung nur noch 15 Prozent und höchstens 900 Euro sein.
