Was kostet eine Sichtschutzhecke?
Eine Hecke kostet nach Blauarbeit mit Pflanzung 30 bis 100 Euro je Meter. Die Pflanzen kosten 5 bis 30 Euro je Stück. Das Setzen kostet beim Fachbetrieb 10 bis 25 Euro je Meter, der Pflanzgraben noch einmal 10 bis 20 Euro. Am günstigsten sind Liguster und Hainbuche mit 15 bis 40 oder 15 bis 60 Euro Material je Meter.
| Pflanze | Preis je Stück | Stück je Meter | Material je Meter |
|---|---|---|---|
| Liguster | 5 bis 10 Euro | 3 bis 4 | 15 bis 40 Euro |
| Hainbuche | 5 bis 15 Euro | 3 bis 4 | 15 bis 60 Euro |
| Thuja | 5 bis 20 Euro | 2 bis 3 | 10 bis 60 Euro |
| Kirschlorbeer | 8 bis 25 Euro | 2 bis 3 | 16 bis 75 Euro |
Zwei Beispiele von Blauarbeit zeigen die Summen. Eine 10 Meter lange Hecke aus Kirschlorbeer kostet fertig gepflanzt 550 bis 900 Euro. Eine 30 Meter lange Hecke aus kleinen Hainbuchen ohne Topf kostet 1.110 bis 1.550 Euro. Wer gleich 150 bis 180 Zentimeter hohe Pflanzen im Topf will, zahlt je Meter schnell das Doppelte.
Welche Pflanzen schnell dicht werden
Kirschlorbeer und Thuja wachsen nach Blauarbeit 20 bis 40 Zentimeter im Jahr. Je nach Größe beim Pflanzen sind sie nach 2 bis 4 Jahren blickdicht. Die Eibe wächst nur 10 bis 20 Zentimeter im Jahr, lebt dafür aber sehr lange. Alle drei bleiben im Winter grün.
Hainbuche und Rotbuche sind heimische Pflanzen. Sie werfen ihr Laub erst im Frühjahr ganz ab, das braune Laub schützt deshalb auch im Winter vor Blicken. Für Bienen und Vögel sind Liguster, Weißdorn, Feldahorn und Hainbuche besser. Hecken nur aus Kirschlorbeer oder Thuja bieten Tieren wenig Nahrung.
- Schnell und immergrün: Kirschlorbeer, Thuja.
- Langsam, immergrün und langlebig: Eibe.
- Heimisch, mit Laub im Winter: Hainbuche, Rotbuche.
- Gut für Insekten: Liguster, Weißdorn, Feldahorn.
Wie eng Sie die Hecke pflanzen
Wie eng die Pflanzen stehen, hängt von Art und Größe ab. Kleine Pflanzen ohne Topf bis 100 Zentimeter setzen Sie nach Blauarbeit 3 bis 4 je Meter, größere Pflanzen im Topf ab 125 Zentimeter 2 bis 3. Das Fachblatt des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau nennt für Schnitthecken Abstände von 25 bis 33 cm für Hainbuche und 20 bis 25 cm für Liguster.
| Pflanze | Abstand in der Reihe | Stück je Meter, gerundet |
|---|---|---|
| Hainbuche | 25 bis 33 cm | 3 bis 4 |
| Rotbuche | 25 bis 33 cm | 3 bis 4 |
| Feldahorn | 25 bis 33 cm | 3 bis 4 |
| Liguster | 20 bis 25 cm | 4 bis 5 |
| Eibe | 33 bis 50 cm | 2 bis 3 |
Pflanzen Sie nicht zu eng, die Pflanzen nehmen sich sonst Licht und Wasser. Der Graben ist 40 bis 60 Zentimeter breit und tief, die Erde wird mit Kompost verbessert. Pflanzen ohne Topf kosten 30 bis 50 Prozent weniger, es gibt sie aber nur von Oktober bis März. Pflanzen im Topf können Sie fast das ganze Jahr setzen, wenn der Boden nicht gefroren oder ausgetrocknet ist.
Welcher Abstand zur Grenze gilt
Wie weit die Hecke von der Grenze stehen muss, regelt das Nachbarrecht Ihres Landes. Meist hängt der Abstand von der Höhe der Hecke ab. Für eine 2 Meter hohe Hecke gelten in Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen 0,50 Meter. In Baden-Württemberg gelten 0,50 Meter nur bis 1,80 Meter Höhe, in Hessen und Niedersachsen reichen bis 1,20 Meter Höhe 0,25 Meter.
| Land | Niedrige Hecke | Hecke bis 2 m | Höhere Hecke |
|---|---|---|---|
| Bayern | 0,50 Meter | 0,50 Meter | 2 Meter |
| Baden-Württemberg | 0,50 Meter bis 1,80 m Höhe | mehr, je nach Mehrhöhe | mehr, je nach Mehrhöhe |
| Hessen | 0,25 Meter bis 1,20 m Höhe | 0,50 Meter | 0,75 Meter |
| Niedersachsen | 0,25 Meter bis 1,20 m Höhe | 0,50 Meter | 0,75 Meter bis 3 m Höhe |
| Nordrhein-Westfalen | 0,50 Meter | 0,50 Meter | 1 Meter |
Gemessen wird in Bayern von der Mitte des Triebs, der der Grenze am nächsten aus dem Boden kommt. In Nordrhein-Westfalen zählt die Seitenfläche der Hecke. Wächst die Hecke zu hoch, kann der Nachbar Rückschnitt verlangen. In Bayern verjährt dieser Anspruch nach fünf Jahren, in Baden-Württemberg verjährt der Anspruch auf Zurückschneiden nie. Für einen Zaun gelten eigene Regeln, siehe Zaun an der Grundstücksgrenze.
Die junge Hecke im ersten Jahr
Im ersten Jahr ist Wässern die wichtigste Arbeit. Blauarbeit rät, ein- bis zweimal pro Woche 10 bis 15 Liter je Pflanze zu gießen, bei Trockenheit öfter. Eine Schicht Rindenmulch hält den Boden feucht und Unkraut fern.
Mit dem Formschnitt beginnen Sie nach dem Fachblatt im zweiten Jahr nach der Pflanzung. Bis die Hecke ihre Höhe erreicht hat, kürzen Sie bei jedem Schnitt den neuen Zuwachs. Unten sollte die Hecke breiter sein als oben, damit die unteren Zweige Licht bekommen und nicht kahl werden.
Vom 1. März bis 30. September verbietet das Bundesnaturschutzgesetz starke Rückschnitte. Erlaubt sind dann nur schonende Form- und Pflegeschnitte. Was der Schnitt durch einen Betrieb kostet, steht bei den Kosten der Gartenpflege.
Häufige Fragen
Was kostet eine Sichtschutzhecke pro Meter?
Eine Sichtschutzhecke kostet nach Blauarbeit mit Pflanzung 30 bis 100 Euro je Meter. Am günstigsten sind Liguster und Hainbuche, am teuersten die Eibe. Große Pflanzen im Topf kosten je Meter oft das Doppelte.
Wie viele Heckenpflanzen brauche ich pro Meter?
Pro Meter brauchen Sie 2 bis 4 Heckenpflanzen. Kleine Pflanzen ohne Topf bis 100 Zentimeter setzen Sie 3 bis 4 je Meter, größere im Topf ab 125 Zentimeter 2 bis 3. Liguster steht mit 20 bis 25 Zentimetern Abstand am engsten.
Welcher Abstand zum Nachbarn gilt für eine Hecke?
Der Abstand hängt vom Land und der Höhe der Hecke ab. In Bayern gelten bis 2 Meter Höhe 0,50 Meter, darüber 2 Meter. In Nordrhein-Westfalen sind es 0,50 Meter bis 2 Meter Höhe und 1 Meter darüber.
Welche Hecke wächst am schnellsten blickdicht?
Am schnellsten blickdicht werden Kirschlorbeer und Thuja. Sie wachsen 20 bis 40 Zentimeter im Jahr und sind je nach Pflanzgröße nach 2 bis 4 Jahren dicht. Die Eibe wächst nur 10 bis 20 Zentimeter im Jahr.
Wann ist die beste Zeit, eine Hecke zu pflanzen?
Die beste Zeit, eine Hecke zu pflanzen, sind Oktober und November. Der Boden ist dann noch warm, und die Pflanzen bilden bis zum Frühjahr Wurzeln. Pflanzen ohne Topf gibt es nur von Oktober bis März.
