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Starkregen im Garten, so schützen Sie Haus und Grundstück

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Gegen Starkregen hilft ein Garten, der Wasser vom Haus weglenkt und auffängt. Das Gelände sollte vom Haus weg abfallen, eine Senke oder Mulde nimmt das Wasser auf, und Schwellen schützen Kellertreppen und Türen. Gegen Wasser aus dem Kanal brauchen Abflüsse im Keller eine Rückstausicherung. Ihre Stadt zeigt gefährdete Stellen oft in einer Starkregenkarte.

Mulde für 100 m² Dach
10 bis 20 m² Fläche
Berliner Regenwasseragentur, Stand 3. Oktober 2026
Tiefe einer Versickerungsmulde
etwa 30 cm
Berliner Regenwasseragentur, Stand 3. Oktober 2026
Abwasserschleife über der Rückstauebene
mindestens 30 cm
LAWA, Starkregenportal, Stand 3. Oktober 2026
Starkregen im Garten, das Wasser läuft über ein leichtes Gefälle vom Haus weg in eine Kiesrinne
Bei Starkregen läuft das Wasser über ein leichtes Gefälle vom Haus weg in eine Kiesrinne. Bild: KI generiert.

Wie kommt Starkregen ins Haus?

Bei Starkregen fällt in kurzer Zeit mehr Wasser, als der Boden aufnehmen und der Kanal ableiten kann. Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser nennt drei Wege ins Haus. Das Wasser fließt über die Oberfläche hinein, drückt aus dem überlasteten Kanal zurück oder staut sich im Boden und drückt gegen die Kellerwand.

Besonders gefährdet sind Häuser auf Lehmboden, an einem Hang oder nahe an einem Bach. Auch eine verstopfte Dachrinne oder Gartenabfälle auf einem Wasserweg können das Wasser zum Haus lenken. Nach dem Wasserhaushaltsgesetz muss jeder, der von Hochwasser betroffen sein kann, im Rahmen des Zumutbaren selbst vorsorgen.

Gefälle, Mulden und Wälle lenken das Wasser um

Der Garten ist die erste Verteidigung. Das Gelände direkt am Haus sollte vom Gebäude weg abfallen, damit Regen nicht zur Hauswand läuft. Mauern, kleine Wälle oder Hochbeete können zuströmendes Wasser vom Nachbarn oder von der Straße bremsen. Eine natürliche Senke im Garten nimmt das Wasser auf, das bei Starkregen übrig bleibt.

Eine Versickerungsmulde ist eine solche Senke. Sie ist etwa 30 Zentimeter tief und braucht nach der Berliner Regenwasseragentur 10 bis 20 Prozent der Fläche, von der das Wasser kommt. Bei 100 Quadratmetern Dach sind das 10 bis 20 Quadratmeter Rasen. Was das kostet und wann die Stadt zustimmen muss, steht im Ratgeber zum Regenwasser im Garten versickern.

Weniger Pflaster heißt weniger Wasser am Haus

Jeder Quadratmeter Beton und Asphalt leitet Regen sofort weiter. Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser rät, asphaltierte Innenhöfe und gepflasterte Vorgärten zu entsiegeln und Kies oder Rasengitter zu verwenden. Dann versickert mehr Wasser, und die Regengebühr sinkt.

Auch ein begrüntes Dach hält Wasser zurück und gibt es langsamer ab. Eine Zisterne fängt zusätzlich Regen auf und senkt nach der LAWA den Trinkwasserverbrauch um bis zu 40 Prozent. Ihr Überlauf sollte in eine Mulde oder in den Kanal führen, nicht an die Hauswand.

Schwellen und Rückstauschutz für Keller und Türen

  • Kellertreppen und Eingänge lassen sich mit Stufen oder Schwellen nachträglich erhöhen.
  • Kellerfenster schützen mobile Klappen, die im Rahmen bleiben und bei Bedarf von Hand geschlossen werden.
  • Für flaches Wasser reichen Sandsäcke. Bei höherem Wasser helfen mobile Sperren wie Türschotts, die man aber erst aufbauen muss.
  • Jeder Abfluss im Keller, der unter der Rückstauebene liegt, braucht eine Rückstauklappe gegen Wasser aus dem Kanal.

Die Rückstauebene ist die Höhe, bis zu der das Wasser im Kanal steigen kann. Sie legt die örtliche Behörde fest, sonst gilt die Oberkante der Straße am Anschluss. Bewohnte Kellerräume mit Toilette oder Dusche brauchen eine Hebeanlage. Ihre Leitung muss in einer Schleife mindestens 30 Zentimeter über die Rückstauebene geführt werden. Lassen Sie den Rückstauschutz von einem Fachbetrieb für Haustechnik prüfen.

Eine Starkregenkarte zeigt, wo das Wasser hinläuft

Viele Städte veröffentlichen Starkregengefahrenkarten. Sie zeigen, wo sich bei starkem Regen Wasser sammelt und wie hoch es stehen kann. Nach der Hochwasserschutzfibel des Bundesbauministeriums erstellen meist die Gemeinden diese Karten, deshalb sehen sie überall anders aus. Fragen Sie bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach.

  1. Starkregenkarte Ihrer Stadt ansehen und den Weg des Wassers über Ihr Grundstück verfolgen.
  2. Bei Regen beobachten, wo Pfützen stehen und wohin das Wasser läuft.
  3. Dachrinnen und Abläufe frei halten, keine Gartenabfälle auf Wasserwege legen.
  4. Gefälle, Mulden und Schwellen mit dem Gartenbaubetrieb planen.
  5. Rückstauschutz im Keller vom Fachbetrieb prüfen lassen.
  6. Eine Warn-App wie NINA oder WarnWetter auf dem Handy einrichten.

Bleibt nach jedem Regen über Tage Wasser im Rasen stehen, liegt das oft am Boden selbst. Dann hilft manchmal eine Drainage gegen Staunässe, manchmal nur ein lockerer Boden.

Häufige Fragen

Wie schütze ich meinen Garten vor Starkregen?

Den Garten schützen Sie vor Starkregen, indem das Gelände vom Haus weg abfällt und eine Mulde oder Senke das Wasser auffängt. Weniger Pflaster und mehr Rasen oder Kies lassen mehr Regen versickern. Wälle oder Mauern bremsen Wasser, das vom Nachbarn oder der Straße kommt.

Was hilft gegen Rückstau aus dem Kanal bei Starkregen?

Gegen Rückstau aus dem Kanal helfen Rückstauklappen an jedem Abfluss im Keller, der unter der Rückstauebene liegt. Meist ist das die Höhe der Straße. Bewohnte Keller mit Toilette oder Dusche brauchen eine Hebeanlage. Ihre Leitung muss mindestens 30 Zentimeter über die Rückstauebene führen.

Wie groß muss eine Mulde für das Regenwasser vom Dach sein?

Eine etwa 30 Zentimeter tiefe Mulde braucht 10 bis 20 Prozent der Dachfläche, die an sie angeschlossen ist. Für 100 Quadratmeter Dach sind das 10 bis 20 Quadratmeter. Bei Lehm oder Ton muss sie größer sein.

Wo finde ich eine Starkregenkarte für mein Grundstück?

Starkregengefahrenkarten veröffentlichen viele Städte und Gemeinden selbst, oft im Geoportal oder auf der Seite der Stadtentwässerung. Sie zeigen, wo sich Wasser bei starkem Regen sammelt. Fragen Sie bei Ihrer Stadt nach, wenn Sie keine Karte finden.

Darf ich Regenwasser auf das Nachbargrundstück leiten?

Nein, Regenwasser dürfen Sie nicht auf das Nachbargrundstück leiten. Das Wasser muss auf Ihrem eigenen Grundstück bleiben, auch bei starkem Regen. Düsseldorf verlangt für Versickerungsanlagen außerdem 2 Meter Abstand zur Grenze.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Starkregen: Wie kann ich mein Gebäude schützen?, Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA), Starkregenportal,
  2. Hochwasserschutzfibel, Objektschutz und bauliche Vorsorge (Stand Februar 2022), Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen,
  3. Regenwasser versickern: Alles Wissenswerte im Überblick, Berliner Regenwasseragentur,
  4. Versickerung von Niederschlagswasser, Landeshauptstadt Düsseldorf, Umweltamt,

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber, das Glossar und die Texte der beiden Rechner mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Die Texte werden vor der Veröffentlichung gelesen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Betriebe stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

Korrekturweg

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Stand dieser Angaben: 3. Oktober 2026.