Landschaftsbauer

Ratgeber

Was kostet ein Landschaftsgärtner pro Stunde?

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Ein Landschaftsgärtner kostet Sie nach Angaben des Portals Aroundhome 30 bis 70 Euro pro Stunde. Sein Tariflohn liegt seit dem 1. Juli 2026 bei 20,91 Euro. Den Unterschied tragen Sozialabgaben, Urlaub, Fahrzeuge, Büro und Gewinn des Betriebs. Baggerarbeiten kommen extra dazu, nach dem Portal MyHammer 40 bis 150 Euro pro Stunde.

Tariflohn ausgebildeter Landschaftsgärtner
20,91 Euro pro Stunde
Tarifdaten Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Land Mecklenburg-Vorpommern, Stand 29. Mai 2026
Stundensatz im Angebot
30 bis 70 Euro pro Stunde
Aroundhome, Garten anlegen: Kosten für Gartengestaltung und Gartenbau, Stand 10. Oktober 2025
Baggerarbeiten pro Stunde
40 bis 150 Euro
MyHammer, Baggerarbeiten: Kosten in 2026, Stand 21. August 2026
Landschaftsgärtner verdichtet mit einer Rüttelplatte den Schotter für eine neue Fläche im Garten
Ein Landschaftsgärtner verdichtet mit der Rüttelplatte den Schotter für eine neue Fläche. Bild: KI generiert.

Der Stundenlohn eines Landschaftsgärtners nach Tarif

Seit dem 1. Juli 2026 verdient ein ausgebildeter Landschaftsgärtner nach Tarif 20,91 Euro pro Stunde. Diesen Satz bekommt er, wenn er nach der Abschlussprüfung mindestens 18 Monate ohne Unterbrechung in einem Gartenbaubetrieb gearbeitet hat. Der Arbeitgeberverband der Branche und die Gewerkschaft IG BAU haben im Juni 2025 zwei Erhöhungen vereinbart, 3,2 Prozent zum Juli 2025 und 3,3 Prozent zum Juli 2026.

Wer weniger Erfahrung oder mehr Verantwortung hat, bekommt einen anderen Satz. Ein Helfer für einfache Arbeiten verdient 15,88 Euro, ein Landschaftsgärtnermeister 23,02 Euro und ein Baustellenleiter 27,23 Euro pro Stunde.

Tariflöhne im Garten- und Landschaftsbau vor und nach dem 1. Juli 2026. Quelle: Tarifdaten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, veröffentlicht am 29. Mai 2026.
Wer im Garten arbeitetbis Juni 2026seit 1. Juli 2026
Helfer für einfache Arbeiten15,37 Euro15,88 Euro
Landschaftsgärtner in den ersten 18 Monaten19,22 Euro19,85 Euro
Landschaftsgärtner nach 18 Monaten20,24 Euro20,91 Euro
Landschaftsgärtner nach 3 Jahren21,27 Euro21,97 Euro
Landschaftsgärtnermeister22,28 Euro23,02 Euro
Baustellenleiter26,36 Euro27,23 Euro

Tariflohn zahlen Betriebe, die an den Tarifvertrag gebunden sind. Für jeden Arbeitgeber gilt mindestens der gesetzliche Mindestlohn. Er liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 13,90 Euro pro Stunde und steigt am 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro.

Warum ein Landschaftsgärtner 30 bis 70 Euro pro Stunde kostet

Der Stundensatz im Angebot ist das, was Sie für eine Arbeitsstunde bezahlen. Er ist nicht das, was der Gärtner verdient. Aroundhome nennt für Gärtner 30 bis 70 Euro pro Stunde und für die Ausführung mindestens 50 Euro je Fachkraft. Für Pflasterer nennt das Portal 30 bis 65 Euro.

Wie so ein Satz entsteht, zeigt eine Musterrechnung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau aus dem Jahr 2018. Auf den Lohn rechnet der Betrieb dort 90 Prozent für Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit und Ausfallzeiten. Weitere 15 Prozent kommen für Fahrgeld und Spesen dazu. Auf die Summe schlägt er 35 Prozent für Baustelle, Büro, Risiko und Gewinn.

Mit diesen Anteilen wird aus 20,91 Euro Tariflohn ein Stundensatz von 57,87 Euro. Schon die Kosten der Stunde ohne Büro und Gewinn liegen bei 42,87 Euro.

Rechenbeispiel Stundensatz für einen ausgebildeten Landschaftsgärtner. Anteile nach der Musterrechnung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (2018), Tariflohn seit 1. Juli 2026.
Teil des StundensatzesAnteilEuro pro Stunde
Tariflohn20,91 Euro
Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit, Ausfallzeiten90 Prozent vom Lohn18,82 Euro
Fahrgeld und Spesen15 Prozent vom Lohn3,14 Euro
Kosten der Arbeitsstunde42,87 Euro
Baustelle, Büro, Risiko und Gewinn35 Prozent auf die Kosten15,00 Euro
Stundensatz im Angebot57,87 Euro

Die Prozentsätze stammen von 2018 und sind ein Muster, kein Durchschnitt der Branche. Sie zeigen aber, warum ein Stundensatz unter 40 Euro nicht zu einem Betrieb passt, der Tariflohn zahlt. Schon Lohn und Sozialabgaben ergeben dort fast 40 Euro. Ein sehr niedriger Satz deutet auf Lohn unter Tarif, auf spätere Nachforderungen oder auf Arbeit ohne Rechnung.

Den Stundensatz im Angebot richtig lesen

Viele Arbeiten im Garten bietet ein Betrieb als Preis pro Quadratmeter, pro Meter oder pro Stück an. Was ein ganzer Garten kostet, hängt deshalb mehr an Fläche und Material als am Stundensatz. Für einen Garten mit 300 Quadratmetern nennt Aroundhome Kosten der Gartengestaltung von 9.000 bis 30.000 Euro.

Nach Stunden rechnen Betriebe oft Pflege, Rückschnitt und kleine Arbeiten ab. Klären Sie dann vor dem Auftrag diese Fragen:

  • Gilt der Stundensatz mit oder ohne 19 Prozent Mehrwertsteuer?
  • Rechnet der Betrieb jede angefangene Stunde ab oder nach Viertelstunden?
  • Kostet die Anfahrt extra, und wenn ja, wie viel?
  • Sind Maschinen wie Rasenmäher, Häcksler oder Bagger im Satz enthalten?
  • Arbeitet eine Fachkraft oder ein Helfer, und gilt für beide derselbe Satz?

Lassen Sie sich bei Arbeit nach Stunden jeden Tag einen Stundenzettel geben. Darauf stehen Datum, Namen, Stunden und die erledigte Arbeit. Unterschreiben Sie ihn nur, wenn er stimmt. Eine Höchstzahl an Stunden im Auftrag schützt Sie vor einer Rechnung, die aus dem Ruder läuft.

Was Maschinenstunden im Garten kosten

Für größere Erdarbeiten setzt der Betrieb einen Bagger ein. Nach Angaben des Portals MyHammer kosten Baggerarbeiten 40 bis 150 Euro pro Stunde, je nach Gerät und Aufgabe. Für den Baggerführer allein nennt das Portal 50 bis 80 Euro pro Stunde, für einen gemieteten Minibagger 100 bis 150 Euro am Tag. Den Transport des Baggers zur Baustelle setzt es mit einmalig 100 bis 300 Euro an.

Planieren mit der Maschine kostet nach MyHammer 50 bis 100 Euro pro Stunde. Aushub kann der Betrieb auch nach Menge abrechnen, das Portal nennt dafür 10 bis 25 Euro pro Kubikmeter. Die Entsorgung der Erde ist darin noch nicht enthalten.

Arbeitsstunden des Landschaftsgärtners senken die Steuer

Lohn, Maschinen und Fahrtkosten des Betriebs zählen für das Finanzamt als Arbeitskosten. 20 Prozent davon ziehen Sie von der Einkommensteuer ab. Für Umbau und Neuanlage sind das höchstens 1.200 Euro im Jahr, für Pflege wie Rasenmähen bis 4.000 Euro zusammen mit anderen Hilfen im Haushalt. Für Umbau und Neuanlage sollen es ab 2027 nach einem Gesetzentwurf der Bundesregierung nur noch 15 Prozent und höchstens 900 Euro sein.

Die Rechnung muss die Arbeitskosten getrennt vom Material zeigen. Bar bezahlte Stunden zählen nicht, wenn Sie Gartenarbeiten steuerlich absetzen wollen. Überweisen Sie deshalb immer auf das Konto des Betriebs.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Stundenlohn eines Landschaftsgärtners 2026?

Der Stundenlohn eines ausgebildeten Landschaftsgärtners liegt seit dem 1. Juli 2026 nach Tarif bei 20,91 Euro. Bis Juni 2026 waren es 20,24 Euro. Ein Meister bekommt 23,02 Euro, ein Helfer für einfache Arbeiten 15,88 Euro.

Was kostet eine Stunde Gartenarbeit vom Fachbetrieb?

Eine Stunde Gartenarbeit vom Fachbetrieb kostet nach Angaben des Portals Aroundhome 30 bis 70 Euro. Für die Ausführung setzt das Portal mindestens 50 Euro je Fachkraft an. Fragen Sie, ob Anfahrt, Maschinen und Mehrwertsteuer im Satz enthalten sind.

Warum ist der Stundensatz eines Gartenbaubetriebs so viel höher als der Lohn?

Der Stundensatz eines Gartenbaubetriebs bezahlt neben dem Lohn auch Sozialabgaben, Urlaub, Fahrzeuge, Büro und Gewinn. Nach einer staatlichen Musterrechnung aus Bayern kommen auf den Lohn rund 90 Prozent für Sozialabgaben und Ausfallzeiten. Aus 20,91 Euro Tariflohn werden so rund 58 Euro Stundensatz.

Was kosten Baggerarbeiten im Garten pro Stunde?

Baggerarbeiten im Garten kosten nach Angaben des Portals MyHammer 40 bis 150 Euro pro Stunde. Für den Baggerführer allein nennt das Portal 50 bis 80 Euro pro Stunde. Für den Transport des Geräts kommen einmalig 100 bis 300 Euro dazu.

Kann ich die Arbeitsstunden des Landschaftsgärtners von der Steuer absetzen?

Ja, 20 Prozent der Arbeitskosten des Landschaftsgärtners ziehen Sie von der Einkommensteuer ab, samt Maschinen- und Fahrtkosten. Für Umbau und Neuanlage sind es höchstens 1.200 Euro im Jahr. Ab 2027 sollen es nach einem Gesetzentwurf der Bundesregierung nur noch 15 Prozent und höchstens 900 Euro sein. Sie brauchen eine Rechnung und müssen überweisen.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Tarifdaten Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau: Lohngruppen und Stundenlöhne ab 1. Juli 2025 und 1. Juli 2026 (veröffentlicht am 29. Mai 2026), Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern,
  2. Garten- und Landschaftsbau: Tarifabschluss, mehr Geld für alle (24. Juni 2025), IG Bauen-Agrar-Umwelt,
  3. Mindestlohn steigt: 13,90 Euro ab 2026, 14,60 Euro ab 2027, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung,
  4. Garten anlegen: Kosten für Gartengestaltung und Gartenbau (Richtwerte des Portals, aktualisiert am 10. Oktober 2025), Aroundhome (be Around GmbH),
  5. Kosten für Pflasterarbeiten pro m² (Richtwerte des Portals, aktualisiert am 23. September 2026), Aroundhome (be Around GmbH),
  6. Wer die Kosten kennt, ist klar im Vorteil (LWG aktuell 2018, Musterrechnung Verrechnungslohn im Garten- und Landschaftsbau), Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau,
  7. Baggerarbeiten: Kosten in 2026, Preisüberblick und Infos (Schätzungen des Portals, aktualisiert am 21. August 2026), MyHammer GmbH,
  8. § 35a EStG Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  9. BMF-Schreiben vom 9. November 2016 zu § 35a EStG, Randnummer 39 (Arbeitskosten einschließlich Maschinen- und Fahrtkosten), Bundesministerium der Finanzen,
  10. Kabinett: Einkommensteuerreform 2027 (2. September 2026), Presse- und Informationsamt der Bundesregierung,

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber, das Glossar und die Texte der beiden Rechner mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Die Texte werden vor der Veröffentlichung gelesen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Betriebe stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

Korrekturweg

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Stand dieser Angaben: 3. Oktober 2026.