Welche Verlegeart passt zu Ihrem Untergrund?
Für Terrassenplatten sind drei Verlegearten üblich, und welche passt, entscheidet vor allem der Untergrund. Auf Erde braucht die Terrasse einen Unterbau aus Schotter und darauf ein Bett aus Splitt. Auf einer festen Betonfläche, einem Balkon oder einem Dach liegen Platten gut auf Stelzlagern. Drainmörtel klebt die Platten fest auf einen Unterbau, durch den Wasser abläuft.
Am wenigsten Arbeit machen Stelzlager mit 35 bis 60 Euro je Quadratmeter, weil die Platte nur aufgelegt wird. Das Splittbett kostet 40 bis 70 Euro. Drainmörtel kostet 70 bis 120 Euro, weil jede Platte einzeln in frischen Mörtel gesetzt wird. Ein Team schafft im Splitt 20 bis 30 Quadratmeter am Tag, in Drainmörtel nur 10 bis 15 Quadratmeter.
| Verlegeart | Passt auf | Verlegen je Quadratmeter | Fläche am Tag |
|---|---|---|---|
| Splittbett | neuen Unterbau aus Schotter im Garten | 40 bis 70 Euro | 20 bis 30 Quadratmeter |
| Stelzlager | feste Betonfläche, Balkon oder Dach | 35 bis 60 Euro | 25 bis 35 Quadratmeter |
| Drainmörtel | Unterbau, durch den Wasser abläuft | 70 bis 120 Euro | 10 bis 15 Quadratmeter |
Wird die Terrasse neu angelegt, kommt der Unterbau dazu. Mit Aushub, Schotter, Splitt, Randsteinen und Platten kostet sie nach Blauarbeit 124 bis 240 Euro je Quadratmeter. Was eine Terrasse insgesamt kostet, hängt deshalb stark vom Unterbau ab.
Liegt unter der neuen Terrasse schon eine feste Betonfläche, ein Balkon oder ein Dach?
Hat die Fläche schon ein Gefälle?
Stelzlager passen. Die Platten liegen trocken, und das Wasser läuft unter ihnen ab.
Die Fläche braucht zuerst eine Schicht Estrich mit Gefälle. Danach passen Stelzlager.
Haben die Platten eine unebene Unterseite, etwa Polygonalplatten aus Naturstein?
Drainmörtel passt. Lassen Sie diese Verlegung von einem Fachbetrieb ausführen.
Das Splittbett passt. Es ist auf Gartenboden die günstigste Verlegeart.
Terrassenplatten im Splittbett verlegen
Das Splittbett ist die übliche Verlegeart auf Gartenboden. Nach der Anleitung des Herstellers KANN hebt der Betrieb die Fläche 30 bis 45 Zentimeter tief aus und verdichtet den Boden. Darauf kommt eine 20 bis 40 Zentimeter dicke Schicht aus Schotter, die Frostschutzschicht. Sie trägt die Platten und lässt Wasser nach unten ablaufen. Obenauf liegt ein Bett aus Splitt, 3 bis 5 Zentimeter dick, das kleine Unebenheiten ausgleicht.
Die Platten klopft der Betrieb mit einem Gummihammer fest, eine Rüttelplatte darf nicht darüber. Zwischen den Platten bleiben 3 bis 5 Millimeter Fuge. Liegen Platten dicht an dicht, können die Kanten abplatzen oder Risse entstehen. Die Fugen füllt der Betrieb mit einem Gemisch aus Sand und Splitt und füllt nach einigen Tagen nach. Von feinem Quarzsand rät KANN ab, weil er in das Splittbett rieselt.
Das Splittbett ist auf Gartenboden die günstigste Lösung. Eine einzelne Platte lässt sich später wieder aufnehmen, und Trocknungszeiten gibt es nicht.
Warum Feinsteinzeug oft auf Stelzlagern liegt
Feinsteinzeug ist eine sehr dichte Keramik. Viele Terrassenplatten daraus sind nur 2 Zentimeter dick und nehmen laut dem Hersteller KOLL weniger als 0,5 Prozent Wasser auf. Stelzlager sind runde Füße aus Kunststoff, die sich in der Höhe verstellen lassen. Auf ihnen liegen die Ecken der Platten. Das Regenwasser läuft durch die offenen Fugen nach unten ab.
Stelzlager brauchen einen festen Untergrund. KOLL nennt dafür Betondecken, Blauarbeit eine alte Betonterrasse oder ein abgedichtetes Dach. Auf gewachsenem Gartenboden funktionieren sie nicht. Muss der Betrieb erst eine Betonplatte gießen, ist der Preisvorteil weg.
Unebenheiten im Untergrund gleichen die Stelzlager über ihre Höhe aus. KOLL empfiehlt für eine Platte von 60 mal 60 Zentimetern mindestens 4 Stelzlager, für 80 mal 80 Zentimeter mindestens 9. Diese Empfehlung gilt bis zu einer Aufbauhöhe von 7,5 Zentimetern.
Wann Drainmörtel die bessere Wahl ist
Drainmörtel ist ein grober Mörtel mit vielen Hohlräumen, durch die Wasser abläuft. Er verbindet die Platten fest mit dem Untergrund. Der Betrieb streicht jede Platte auf der Rückseite mit einem dünnen Haftmörtel ein und klopft sie einzeln fest. Deshalb dauert diese Verlegung etwa doppelt so lange wie im Splitt.
Drainmörtel passt für Natursteinplatten mit unebener Unterseite, etwa Polygonalplatten mit gebrochenen Kanten. Er passt auch für große Platten aus Feinsteinzeug, die fest liegen sollen. Laut KOLL liegen Platten in Mörtel am stabilsten.
Der Unterbau muss Wasser durchlassen, sonst staut es sich unter den Platten. Auf dichtem Beton braucht es nach Angaben des Mörtelherstellers tubag eine zusätzliche Matte, die das Wasser ableitet. KANN weist darauf hin, dass in fest verlegten Flächen durch Wärme und Kälte Risse entstehen können. KOLL empfiehlt, diese Verlegung nur von einem Fachbetrieb ausführen zu lassen. Bei Frost muss die Arbeit warten, weil der Mörtel dann nicht richtig abbindet.
2 Prozent Gefälle vom Haus weg
Jede Terrasse braucht ein leichtes Gefälle vom Haus weg, damit Regen abläuft. KANN verlegt Terrassenplatten mit mindestens 2 Prozent Gefälle, Platten mit stark strukturierter Oberfläche mit 3 Prozent. 2 Prozent heißt 2 Zentimeter Höhenunterschied auf einem Meter. Bei einer 5 Meter tiefen Terrasse liegt die äußere Kante also 10 Zentimeter tiefer als die Kante am Haus.
Das Gefälle legt der Betrieb schon beim Aushub und in der Schotterschicht an. Stimmt es nicht, stehen nach dem ersten Starkregen Pfützen auf der Fläche. Dann hilft nur, die Platten aufzunehmen und neu zu verlegen. Lassen Sie sich das Gefälle in Prozent und die Richtung deshalb ins Angebot schreiben.
An der Hauswand lässt der Betrieb nach den Hinweisen von KOLL eine Fuge von mindestens 8 Millimetern frei. Sie fängt Bewegungen der Platten auf.
Häufige Fragen
Kann man Feinsteinzeug im Splittbett verlegen?
Ja, Feinsteinzeug lässt sich im Splittbett verlegen. Der Hersteller KOLL nennt dafür ein 3 bis 5 Zentimeter dickes Bett aus Splitt mit Körnern von 2 bis 5 Millimetern und Fugen von mindestens 3 Millimetern. Am stabilsten liegen die dünnen Platten nach KOLL aber in Mörtel.
Wie dick muss das Splittbett unter Terrassenplatten sein?
Das Splittbett unter Terrassenplatten ist 3 bis 5 Zentimeter dick. Darunter liegt eine verdichtete Schicht aus Schotter von 20 bis 40 Zentimetern. So steht es in der Verlegeanleitung des Herstellers KANN.
Wie viel Gefälle braucht eine Terrasse aus Platten?
Eine Terrasse aus Platten braucht mindestens 2 Prozent Gefälle vom Haus weg, Platten mit stark strukturierter Oberfläche 3 Prozent. Das sind 2 Zentimeter auf einen Meter. Bei 5 Metern Tiefe liegt die äußere Kante 10 Zentimeter tiefer als am Haus.
Kann man Stelzlager für Terrassenplatten direkt auf die Erde stellen?
Nein, Stelzlager für Terrassenplatten brauchen einen festen Untergrund wie eine Betonfläche, einen Balkon oder ein abgedichtetes Dach. Auf gewachsenem Gartenboden funktionieren sie laut Blauarbeit nicht. Für eine neue Terrasse im Garten ist das Splittbett die übliche Wahl.
Wie lange dauert es, 25 Quadratmeter Terrassenplatten zu verlegen?
Eine Terrasse aus 25 Quadratmetern Terrassenplatten im Splittbett braucht meist drei bis vier Arbeitstage. Ein Tag geht für den Aushub drauf, einer für den Schotter und ein bis zwei für Verlegen und Fugen. In Drainmörtel kommt etwa ein Tag dazu, und der Mörtel muss abbinden.
