Was kostet eine Terrasse je Quadratmeter?
Eine Terrasse aus Holz, WPC oder Stein kostet beim Fachbetrieb fertig gebaut 120 bis 290 Euro je Quadratmeter. Im Preis stecken Aushub, Unterbau, Belag und das Verlegen. Randsteine und eine Rinne am Haus kommen je nach Grundstück dazu. Die Zahlen stammen vom Handwerkerportal Blauarbeit und haben den Stand August 2026.
Am günstigsten ist Holz aus Lärche oder Douglasie mit 120 bis 195 Euro je Quadratmeter. Betonplatten und Keramik kosten 124 bis 240 Euro, WPC 146 bis 290 Euro und Naturstein 160 bis 278 Euro. Tropenholz kann bis 340 Euro je Quadratmeter kosten, weil es meist eine Bodenplatte aus Beton braucht. Die Spalte für 30 Quadratmeter ist aus den Preisen je Quadratmeter hochgerechnet.
| Belag | Je Quadratmeter | Bei 30 Quadratmetern | Was auffällt |
|---|---|---|---|
| Holz, Lärche oder Douglasie | 120 bis 195 Euro | 3.600 bis 5.850 Euro | alle 2 Jahre ölen |
| Betonplatten oder Keramik | 124 bis 240 Euro | 3.720 bis 7.200 Euro | Erdarbeiten sind der größte Posten |
| WPC | 146 bis 290 Euro | 4.380 bis 8.700 Euro | kein Ölen nötig |
| Naturstein | 160 bis 278 Euro | 4.800 bis 8.340 Euro | Verlegen kostet mehr als der Stein |
| Tropenholz | bis 340 Euro | bis 10.200 Euro | meist Bodenplatte nötig |
Kleine Flächen kosten je Quadratmeter etwas mehr, weil sich Anfahrt und Geräte auf weniger Fläche verteilen. Ein zweites Portal, Aroundhome, nennt im Januar 2026 höhere Werte von 150 bis 450 Euro je Quadratmeter. Es rechnet die Planung mit 20 bis 40 Euro je Quadratmeter schon ein.
Was kostet der Unterbau einer Terrasse?
Unter Platten und Natursteinen braucht die Terrasse einen Unterbau, der auch im Winter trägt. Der Betrieb hebt dafür rund 30 Zentimeter Erde aus und fährt sie ab. Dann baut er eine verdichtete Schicht aus Schotter ein. Diese Frostschutzschicht trägt die Platten und schützt sie vor Schäden durch Frost. Obenauf kommt ein dünnes Bett aus Splitt, in das die Platten gelegt werden.
Das Portal Blauarbeit rechnet ein Beispiel mit 25 Quadratmetern Betonplatten vor. Aushub und Abfuhr kosten darin 375 bis 750 Euro, Schotter und Splitt weitere 500 bis 875 Euro. Zusammen sind das 875 bis 1.625 Euro von insgesamt 3.105 bis 6.335 Euro, also gut ein Viertel. Das Plattenmaterial macht ebenfalls nur etwa ein Viertel aus. Den größten Teil bezahlen Sie für Arbeit.
Eine Holz- oder WPC-Terrasse braucht diesen tiefen Aufbau meist nicht. Sie steht oft auf kleinen Betonfundamenten unter den Balken. Dafür kostet die Unterkonstruktion aus Holz oder Aluminium nach Blauarbeit 20 bis 50 Euro je Quadratmeter, das Fundament weitere 15 bis 60 Euro. Bei WPC liegen die Balken mit 35 bis 40 Zentimetern enger als bei Holz mit 50 Zentimetern.
Ob Ihre Platten im Splittbett oder auf Stelzlagern liegen, hängt vom Untergrund ab. Die Verlegeart ändert auch den Preis für die Arbeit.
Wie lange Holz, WPC und Stein halten
Holz fühlt sich warm an und ist im Einkauf günstig. Es braucht aber Pflege, denn Lärche und Douglasie sollten alle zwei Jahre geölt werden. Blauarbeit rechnet dafür mit 1 bis 4 Euro je Quadratmeter und Jahr. Lärche hält nach den Angaben des Portals 10 bis 15 Jahre, Douglasie 12 bis 18 Jahre und Bangkirai 15 bis 25 Jahre.
WPC besteht aus Holzfasern und Kunststoff. Die Dielen müssen nicht geölt werden, Blauarbeit rechnet nur mit zwei Reinigungen im Jahr. Dunkle Dielen werden in der Sommersonne aber bis zu 75 Grad heiß, barfuß ist das unangenehm. Außerdem dehnen sie sich bei Wärme aus, auf 4 Meter Länge um bis zu 16 Millimeter.
Platten aus Beton, Keramik oder Naturstein brauchen kaum Pflege. Bei ihnen kosten vor allem der Erdbau und das Verlegen. Bei Naturstein verlangt der Betrieb für das Verlegen 70 bis 120 Euro je Quadratmeter. Das ist mehr, als viele Steine selbst kosten, etwa Sandstein mit 40 bis 70 Euro.
5 Dinge, die Ihre Terrasse teurer machen
- Lehmiger oder aufgefüllter Boden muss tiefer ausgehoben werden.
- Passt kein Minibagger in den Garten, gräbt der Betrieb von Hand, und die Erdarbeiten kosten doppelt so viel.
- Runde Formen kosten mehr, weil jeder Bogen Zuschnitt, Verschnitt und Arbeitszeit bedeutet.
- Eine alte Terrasse muss erst weg, Abbruch und Entsorgung kosten 20 bis 45 Euro je Quadratmeter.
- Vor einer bodentiefen Tür braucht die Terrasse meist eine Rinne, die 60 bis 150 Euro je Meter kostet.
Liegt die Terrasse am Hang, fängt oft eine Mauer das Gelände ab. Was eine Stützmauer je Meter kostet, kommt dann zum Preis der Terrasse dazu.
Den größten Teil der Rechnung macht die Arbeit aus. Ein ausgebildeter Landschaftsgärtner verdient seit dem 1. Juli 2026 nach Tarif 20,91 Euro je Stunde. Der Stundensatz im Angebot liegt deutlich höher, weil der Betrieb davon auch Sozialabgaben, Maschinen und Büro bezahlt. Blauarbeit nennt im Garten- und Landschaftsbau 50 bis 75 Euro je Arbeitskraft und Stunde.
7 Angaben, die in Ihr Terrassenangebot gehören
Ein gutes Angebot listet jede Arbeit mit Menge und Preis einzeln auf. So können Sie drei Angebote vergleichen und später nachmessen. Diese sieben Angaben sollten darin stehen:
- die Tiefe des Aushubs in Zentimetern und die Menge, die abgefahren wird
- die Dicke der Frostschutzschicht nach dem Verdichten
- das Splittbett mit Material und Dicke
- der Belag mit Format, Dicke und Menge samt Verschnitt
- die Randsteine in laufenden Metern
- das Gefälle in Prozent und die Richtung, in die das Wasser abläuft
- die Arbeitskosten getrennt vom Material
Fehlt das Gefälle im Angebot, haben Sie bei Pfützen später nichts Vereinbartes in der Hand. Die getrennten Arbeitskosten brauchen Sie für die Steuer. Nach dem Einkommensteuergesetz ziehen Sie 20 Prozent der Arbeitskosten von Ihrer Steuer ab, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Ab 2027 sollen es nach einem Gesetzentwurf der Bundesregierung nur noch 15 Prozent und höchstens 900 Euro sein. Dafür brauchen Sie eine Rechnung und müssen überweisen.
3 bis 5 Arbeitstage für 25 Quadratmeter
Für eine Terrasse mit 25 Quadratmetern rechnet ein Betrieb mit drei bis fünf Arbeitstagen. Ein Tag geht für den Aushub drauf, ein bis zwei Tage für Schotter und Verdichten und ein bis zwei Tage für das Verlegen. Eine Holzterrasse geht schneller, weil der tiefe Erdbau wegfällt. Naturstein mit vielen Zuschnitten dauert länger.
Gut bauen lässt sich im Frühjahr und im frühen Herbst. Bei Frost lässt sich der Boden nicht verdichten, und den Beton für die Randsteine darf der Betrieb dann nicht verarbeiten. Wer im Winter anfragt, bekommt laut Blauarbeit oft schneller einen Termin als im Mai.
Häufige Fragen
Was kostet eine Terrasse mit 30 Quadratmetern?
Eine Terrasse mit 30 Quadratmetern kostet fertig gebaut rund 3.600 bis 8.700 Euro. Holz aus Lärche oder Douglasie liegt bei 3.600 bis 5.850 Euro, Naturstein bei 4.800 bis 8.340 Euro. Die Werte sind aus den Preisen je Quadratmeter des Portals Blauarbeit vom August 2026 hochgerechnet.
Ist eine Holzterrasse günstiger als eine Steinterrasse?
Ja, eine Holzterrasse aus Lärche oder Douglasie ist fertig gebaut meist günstiger als eine Terrasse aus Naturstein. Sie kostet nach Blauarbeit 120 bis 195 Euro je Quadratmeter, Naturstein 160 bis 278 Euro. Holz spart den tiefen Aushub, muss aber alle zwei Jahre geölt werden.
Wie viel kostet der Unterbau einer Terrasse?
Der Unterbau einer Terrasse aus Platten kostet im Rechenbeispiel des Portals Blauarbeit 35 bis 65 Euro je Quadratmeter. Darin stecken Aushub, Abfuhr, Schotter und Splitt. Bei 25 Quadratmetern sind das 875 bis 1.625 Euro, gut ein Viertel des Gesamtpreises.
Braucht eine Terrasse eine Baugenehmigung?
Eine ebenerdige Terrasse braucht in der Regel keine Baugenehmigung. Die Bauordnungen von Nordrhein-Westfalen und Sachsen zählen Terrassen ausdrücklich zu den Bauten ohne Bauantrag. Planen Sie eine Überdachung, eine erhöhte Terrasse oder eine Terrasse direkt an der Grenze, fragen Sie vorher das Bauamt.
Kann man die Kosten für eine neue Terrasse von der Steuer absetzen?
Ja, 20 Prozent der Arbeitskosten für eine neue Terrasse an Ihrem bewohnten Haus können Sie von der Steuer abziehen, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Ab 2027 sollen es nach einem Gesetzentwurf der Bundesregierung nur noch 15 Prozent und höchstens 900 Euro sein. Das Material zählt nicht mit. Sie brauchen eine Rechnung mit getrennt ausgewiesenen Arbeitskosten und müssen überweisen.
